Polizei untätig: Aktivist*innen waren gezwungen Versammlung zu verschieben#

Eigentlich sollte es nur eine kurze Demonstration werden. Mit einem satirischen Gottesdienst [1] in dem die Vergötterung der Autos kritisiert wird, wollten die Aktivist*innen auf die notwendige Mobilitätswende hinweisen und die altarähnliche Ausstellung eines Autos auf den Sommernächten kritisieren. Doch die Polizei konnte die nötigen Vorbereitungen nicht treffen obwohl die Versammlungbehörde die Demonstration genehmigt hatte.

Die Aktivist*innen erklären, dass sich die Versammlungsbehörden in den vergangenen Jahren darum kümmerten, dass die Musikanlage für die Dauer der Versammlung leiser gedreht wurde. Da die Polizei die Lautstärke der Bühne nicht regelte, wurde die Versammlung unmöglich. “Aufgrund der Lautstärke der Bühne war es nicht möglich, hörbar zu vermitteln, dass die Autowerbung bei den Sommernächten aus der Zeit gefallen ist und in einer Welt, in der die Klimakatastrophe angekommen ist, nichts mehr zu suchen hat.” erklärt Felix Strobel.

Mit dem Autogottesdienst kritisieren die Aktivist*innen, dass dem Autohändler Werbeplatz auf den Sommernächten eingeräumt wird, und Autos einen zu hohen Stellenwert in der Stadt- und Verkehrsplanung haben.

“Die Abhängigkeit vom Auto zu reduzieren wäre auch ein wichtiger Schritt für Hitzeschutz - jetzt und in Zukunft. Weil Autos die Stadt direkt durch Abwärme und Flächenversiegelung aufheizen, und weil sie durch ihre Emissionen zu zukünftigen Hitzewellen beitragen und diese heißer und häufiger machen. Doch ausgestellte SUVs auf städtischen Veranstaltungen zeigen, dass die Stadtregierung das Problem noch nicht verstanden hat.” so Benigna Gruber.

Deshalb fordern die Aktivist*innen, Autoherstellern keine Bühne zu geben, ähnlich wie beispielsweise Amsterdam und Den Haag Werbung für klimaschädliche Produkte verbietet [2].

Erst einen Tag später konnte die Versammlung wie ursprünglich vereinbart stattfinden, Bilder der Aktion von Samstag Abend finden Sie unter folgendem Link: https://www.flickr.com/photos/203448468@N05/

Quellen#

[1] https://klimanetz-augsburg.org/posts/2025-08-25_autogottesdienst_update/
[2] https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/niederlande-amsterdam-werbung-verbot-fossile-energie-gxe https://www1.wdr.de/nachrichten/den-haag-fossile-werbung-100.html