„Klima schützen, Reiche entlassen“ – Fridays for Future ruft am 10. Juli auch in Augsburg zu Protesten auf#
Unter dem Motto „Klima schützen, Reiche entlassen“ ruft Fridays for Future am 10. Juli 2026 zu Demonstrationen und Protestaktionen in zahlreichen deutschen Städten auf. Auch in Augsburg findet eine Demonstration statt, die um 17:00 Uhr am Rathausplatz beginnt. Dabei kritisieren die Teilnehmenden nicht nur die Erdgas-fokussierte Politik von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, sondern fordern auch den Bayrischen Wirtschaftsminister Aiwanger dazu auf, die Gaskonzession “Lech-Ost” bei Reichling nicht weiter zu verlängern, um weitere drohende Erdgasbohrungen zu stoppen.
Nach einer Auftaktkundgebung mit Redebeiträgen von Greenpeace und der Bürgerinitiative gegen Gasbohrungen in Reichling zieht der Protestzug durch die Stadt. Angesichts der eskalierenden Klimakrise, zunehmender Hitzewellen und einer Energiepolitik, die weiterhin auf fossiles Gas setzt, fordert die Klimabewegung einen sofortigen Kurswechsel. Statt neuer Gasprojekte brauche es einen verbindlichen Plan für den Ausstieg aus fossilem Gas, eine sozial gerechte Wärmewende und einen konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien. Zudem fordert Fridays for Future die Entlassung von Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche. Die Aktivist*innen werfen ihr vor, die Interessen der fossilen Gasindustrie über die Einhaltung der Klimaziele zu stellen und zentrale Schritte der Energiewende zu blockieren. „Katherina Reiche hat immer wieder gezeigt, dass sie die Energiewende blockiert. Sie steht wie keine andere für eine Politik, die die Interessen der fossilen Industrie über den Schutz von Menschen und Klima stellt. Deutschland braucht jetzt einen schnellen Ausstieg aus fossilem Gas und einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien – doch genau das blockiert Reiche. Wer sich derart konsequent gegen wirksamen Klimaschutz stellt, darf nicht länger für die Energiepolitik dieses Landes verantwortlich sein. Deshalb sagen wir: Klima schützen, Reiche entlassen“, erklärt Raphael Reuter von Fridays for Future Augsburg.
Der Protest der Augsburger Ortsgruppe richtet sich auch besonders gegen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, der für die Konzessionen für Gasbohrungen bei Reichling im Landkreis Landsberg zuständig ist. Die Aktivist*innen fordern Aiwanger auf, die Konzession, die dort zum 31.07.26 auslaufen würde, nicht zu verlängern, da dies ein Einhalten unserer Klimaziele gefährdet und damit völkerrechtswidrig wäre. [1, 2, 3]. “Es ist absurd, mitten in der Klimakrise neue Gasbohrungen zuzulassen und damit die Klimakrise noch weiter anzuheizen! Das macht uns weiter abhängig von fossilen Diktaturen und zerstört unsere Zukunft! Statt an veralteten Risikotechnologien festzuhalten müssen erneuerbare Energien ausgebaut werden, um eine klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung für alle zu ermöglichen!” so Felix Strobel von Fridays for Future Augsburg.
Um die Forderung, neue Gasbohrungen zu stoppen, zu verdeutlichen, wird bei der Demonstration am 10.07. ein 4m hoher symbolischer Gasbohrturm als Mahnmal am Augsburger Rathausplatz aufgebaut.
Quellen#
[1] https://presseportal.greenpeace.de/254492-gasbohrung-in-reichling-konzessionsverlangerung-verstosst-gegen-verfassung-und-volkerrecht/
[2] https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/Energie/Rohstoffe/Bergbauberechtigungen/Bergbauberechtigungen.pdf
[3] https://www.dnr.de/aktuelles-termine/aktuelles/voelkerrecht-verpflichtet-zu-klimaschutz-bahnbrechendes