Klimaaktivist*innen sprengen den Rathausplatz#
Mit einer unangemeldeten Kunstaktion wollen Klimaaktivist*innen auf die Notwendigkeit von grünen Städten und Klimaschutz aufmerksam machen. Unter dem Titel “Rathausplatz sprengen” haben die Aktivist*innen den Rathausplatz mit “handelsüblichen Sprengutensilien” gesprengt. Dabei beziehen sie sich auf die Gießkannen, die dafür genutzt werden, den heimischen Rasen mit Wasser zu versorgen.
Die Diskussion um eine Begrünung von innerstädtischen Flächen ist groß und wird regelmäßig von verschiedenen aktivistischen Gruppen vorangetrieben [1, 2]. Erst vor Kurzem haben sich Gewerbetreibende in der Bahnhofstraße mehr Begrünung gewünscht [3]. Angesicht der steigenden Zahl der immer schwerwiegenderen Hitzewellen scheint die Forderung nach Schatten sehr verständlich. Auch für Gewerbetreibende ist die Hitze in versiegelten Flächen eine reale Bedrohung. Wo Menschen sich nicht wohl fühlen oder gar um ihre Gesundheit bangen müssen, werden sie auch nicht einkaufen oder sich in ein Cafe setzen. “Überall in der Stadt wird der Rasen im Garten gesprengt, damit er schön grün bleibt und sich Menschen im eigenen Garten wohl fühlen. Wir wollen mit dieser satirischen Einlage darauf aufmerksam machen, dass diese Steinwüste einfach nur tot ist. Augsburg soll eine lebendige Stadt sein und dafür muss jetzt großflächig entsiegelt werden!” fordert Sophie Natrup.